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Auf einen Nenner bringen

27. August 2020

Mit Building Information Modeling ist es möglich geworden, dass viele Planungsbeteiligte auf ein Projekt zugreifen können und keine unnötigen zeitlichen Leerläufe mehr entstehen. Damit diese interdisziplinäre Zusammenarbeit auch reibungslos funktioniert, braucht es aber verbindliche Standards, die das Modellieren, den Datenaustausch und die Kommunikation harmonisieren.

 


Mit einer Modellierungsrichtlinie lassen sich wichtige Standards bei der weiteren Bearbeitung setzen. Wichtig ist, sie früh im Projekt einzubinden.

 

In Ermangelung eines verbindlichen Standards und einer allgemeingültigen Modellierungsrichtlinie hat es sich Graphisoft deshalb zum Ziel gesetzt, eine solche wichtige Arbeitsgrundlage für Archicad zu entwickeln und stellt sie seinen Nutzern zur Verfügung. Bei der Erarbeitung der Modellierungsrichtlinie standen die Qualität für Planer und Auftraggeber, Effizienz bei der Überprüfung, Sicherheit beim Projekt und ein geringeres Risiko bei der Ausführung ganz klar im Fokus. In einem ersten Schritt wird der Modellierungsstandard von allen Beteiligten definiert, in den dann die individuelle Arbeitsweise BIM-versierter Architekten und Fachplaner einfließt und sozusagen in eine gemeinsame „Sprache“ übersetzt wird. Denn in jeder Modellierungsrichtlinie sind Parameter fixiert, die den Planungsprozess im eigenen Büro und im offenen Austausch mit den Partnern über herstellerübergreifende Austauschformate wie IFC und BCF gestalten.

 


Eine Modellierungsrichtlinie schafft unter anderem Klarheit bei den zu modellierenden Elementen und deren exakte Einordnung im Gebäudemodell.

 

Einer, der die Archicad-Modellierungsrichtlinie erfolgreich anwendet, ist Architekt Oliver Sommer von stereoraum Architekten. Er ist ein leidenschaftlicher BIM-Anwender und setzt auf die mit der Software bereitgestellte Vorlage: „Wir haben die Archicad-Modellierungsrichtlinie angepasst und ergänzt. Wir schreiben in ihr für jedes dreidimensionale Element fest, wie und mit welchem Werkzeug es zu modellieren und zu benennen ist. Die Modellierungsrichtlinie umfasst außerdem die Geometriequalität des Gebäudemodells und in welchen Leistungsphasen und Bearbeitungsstufen – also Entwurf, Ausführungsplanung etc. – welche Genauigkeit und Level of Information enthalten sein sollen.“

 


Je nach Detaillierungsgrad (LOI sowie LOG) in der BIM-Planung kann der Systemaufbau noch durchaus umfangreicher sein und ist ebenfalls in der Modellierungsrichtlinie erfasst.

 

Zu diesen Mindestanforderungen, nach denen stereoraum Architekten in jedem Projekt modellieren, kommen noch weitere Parameter hinzu. „Für uns gilt dabei ein Grundsatz aus unseren frühen Tagen in der 3D-Modellierung: Wir modellieren so, wie tatsächlich gebaut wird. Also entsteht in der Planungsphase ein genaues, digitales Gebäudeabbild. Das heißt aber nicht, dass wir aufwendigst baubegleitend planen. Es ist eher so, dass das digitale Modell möglichst früh eine große Übereinstimmung mit dem, was wir bauen wollen, bekommen soll“, ist Oliver Sommer überzeugt.

Von Barbara Jahn

Copyright für alle Bilder: © Graphisoft

www.graphisoft.com

 

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